Thao – ein Bub zum verlieben


Thao, ein blonder Labibub kam zu uns in Pflege, als er gerade 7 Wochen alt war. Er suchte sofort Schutz bei unseren Hunden und fühlte sich vom ersten Tag an bei uns „Labiwohl“.
Thao war anfänglich eher der zurückhaltende und ruhige Welpe, nach 2 Tagen taute er so richtig auf, dass wir Probleme hatten ihn wieder aus zu bremsen.
Thao das Temperamentsbündel, dass sogar unsere Hunde manchmal - nicht immer - die Nase voll hatten und sich zurück zogen. Diese Rechnung ging nicht auf, denn sie haben die Rechnung ohne Thao gemacht.

Da Thao mit 7 Wochen, leider viel zu früh und in der wichtigen Prägephase, von seinem Rudel getrennt wurde, hatte er auch einige Unarten drauf, na ja nicht wirklich erwähnenswert. Wir Menschen und unsere beiden Hunde wussten was zu tun ist und er lernte recht schnell.

Leider hatte Thao Probleme mit Spulwürmern. Trotz einer Wurmkur ging es ihm ein paar Tage lang nicht gut. Nach 2-3 Tagen wirkte die Kur und er war ein fröhlicher ständig mit Unsinn im Kopf alberner kleiner Kerl.
Thao entwickelte sich in einer Geschwindigkeit, dass wir sehr schnell darauf kamen, Thao ist ein Labrador bei dem das „will to please“ stark ausgeprägt war. Also förderten wir seine Anlagen, selbstverständlich welpengerecht.
Die vielen Kindern, die bei uns ein und aus gingen liebte er über alles. Mit ihnen konnte er so schön spielen. Wenn Kinder und ein Welpe nur Unfug im Kopf haben, muss die Erwachsenenwelt schon mal ein bis zwei Augen auf die kleine Meute werfen. Nur nicht übertreiben…..

Das größte Erlebnis für Thao war sein erster Kurz-Urlaub, seine erste Zugfahrt. Ab in die Hundebox, oh nein, das gefiel Thao überhaupt nicht. Im Zug fahren und durch die Abteile steppen und Blödsinn anstellen, das geht leider nicht kleiner Thao. Er beruhigte sich doch schnell und rollte sich zusammen und schlief ruhig, unterstützt von den gleichmäßigen Geräuschen des Zuges und das gleichmäßige "dadam... dadam... dadam..." der Zugräder.
Im Zug war er der Super-Star, alle bewunderten ihn, was er nicht verstand, so wie er mich bedeppert anschaute, als wenn sagen wollte; „ Was haben die bloß für Probleme, bin doch nur ein Hund“. Aber Thao genoss diese nur ganz kurz, denn diese kleinen Momente auf " ich darf auf dem Arm kuscheln Ausfküge" waren nur von kurzer Dauer, zack wieder zurück in die Höhle.

Im Urlaub hat Thao viele Menschen bzw. Kinder und Hunde kennengelernt, auf die er immer offen zuging. Sein zweites größtes Erlebnis im Urlaub, war für uns alle eine große Überraschung, wie sicher auch für ihn. Er hat Schwimmen gelernt und bekam nicht genug. Ständig rein und raus und ein paar Bahnen zu schwimmen immer hinten den erwachsenen Hunden her.

Dann kam der Tag, als die erste Bewerbung für Thao ins Haus flatterte und die Menschen ihn kennen lernen wollten. Aber irgendwie gefiel mir Thaos Verhalten nicht und unser Bauchgefühl sagte uns, da stimmt was nicht.
Während Thao sonst auf Menschen offen zuging, ignorierte er die Familie und drehte sich weg. Uns war klar, das Thao deutlich zeigte, dass sie nicht seine Familie werden sollten.

Kurz darauf kam wieder Besuch und Thao war ganz aus dem Häuschen. Ja sie sollten seine Familie werden, als wenn er nur auf sie gewartet hat. Umgekehrt war es genauso, denn es war der berühmte „ Liebe auf den ersten Blick Augenblick“.
Es passte und seine neue Familie hatte viel mit Thao vor, auch wie sie ihn fördern können, was sie in die Tat mittlerweile bereits umsetzen.

Da die Familie in einer Kindereinrichtung arbeitet, soll Thao eine Ausbildung zum Therapiebegleithund bekommen, um den Kindern zu helfen bzw. sie zu unterstützen. Mittlerweile hat er seine Ausbildung aufgenommen und seine Familie wird bald seine Geschichte fortschreiben.......

copyright © 2009 by J.Regenbrecht