Marissa, Schicksal einer Zuchthündin



Vor 2 Jahren, kam Marisa zu uns, als Pflegehündin. Sie war in einem elenden Zustand. Sie hatte noch mit 10 Jahren Welpen bekommen müssen, die Ihr dann wahrscheinlich zu früh einfach weggenommen wurden. Zwei Tumore so groß wieTennisbälle hingen an Ihrer Gesäugeleiste. Mit diesen Tumoren, mußte sie dieWelpen noch stillen.
Unvorstellbare, unerträgliche Schmerzen muss es für Marisagewesen sein. Zudem hatte Sie eine starke Harnwegsinfektion und hat über 4Wochen schieres Blut im Urin gehabt.
Ihre letzten Welpen haben Ihr alle Kräfte geraubt und es traf sie der Schlag. Mausi, wie wir sie liebevoll nennen, hatte einen Schlaganfall bekommen. Somit war Sie nichts mehr wert für den sogenannten Züchter. Er konnte kein Geld mehr mit Marissa verdienen und so wurde sie einfach weggeworfen und Ihren Schicksal überlassen.

Als Mausi ankam, wussten wir nicht, ob sie es überlebt. Wochen der Angst lagenvor uns, sie konnte aufgrund der schlechten Blutwerte und Entzündungen nichtoperiert werden. 4 Wochen hat es gedauert, das Marisa soweit stabil war, dasman eine OP wagen konnte, aber auch mußte. Die Zeit drängte, denn es ging ihr nicht gut. bevor sich ihr Zustand wieder verschlechterte, entschieden wir uns für die riskante OP.
Die lange und schwierige OP hat sie Gott sei Dank überstanden. Die Gebärmutter und die Eierstöcke waren überseht von Zysten. Ihre Harnblase, so große wie einkleiner Luftballon. Es dauerte sehr lange, bis Marisa sich davon erholt hatte.Dazwischen gab es Tage, wo wir dachten, das wir sie nun doch verlieren und derKampf umsonst war. Doch Marissa wollte es uns zeigen und vor allem ihreDankbarkeit.

Leider waren die Tumore alle bösartig und laut Pathologe auch schon unter der Haut gestreut. Leider ist das nicht alles, denn wie alle Zuchthündinnen gibt es mehrere Baustellen.
Mausi hat ebenfalls Spondylose,so das sie öfters hinten einknickt.
Seit kurzem hat sie Zuckungen im ganzen Körper. Als wenn ein Stromschlag durch zartes, gebrechlichen Körper geht und dabei knicken die Vorderpfötchen ein. Das ganze dauert ein paar Sekunden. Sind es vielleicht Vorboten von Anfällen? Wir wissen es nicht.
Vielleicht wollen wir es auch nicht wissen, denn Marissa soll es nur noch gut gehen.
Weil sie so totkrank ist, konnten wir sie einfach nicht mehr gehen lassen und für sie waren wir schon längst ihre Familie. Zu groß ist die Liebe zu Marissa und sie soll nicht schon wieder zu fremden Menschen. Sie vertraut uns und soll nicht wieder enttäuscht werden.
Ich hoffe, das ich die Kraft habe, Marissa beizustehen, wenn sie sich entschieden hat zu gehen. Ich werde auf ihr Zeichen warten und bis dahin,werden wir die zeit, die uns noch bleibt geniessen. Sie zeigt uns jeden Tag auf`s neue wie Dankbar sie ist...... mit ihrer bedingslose Liebe.

Ich kann alle nur warnen, schaut euch genau an, wo ihr eure Welpen kauft. Schaut euch genau die Elterntiere an und wie sie gehalten werden.
Wendet Euch an den VDH , wenn ihr euch nicht sicher seit,beim VDH bekommt ihr kompetente Beratung und Züchteradressen.

Von Marissas Familie geschrieben am 30.03.2012

Marissas Zustand hat sich sehr verschlechtert, dass wir in großer Sorge um sie sind.
Sie fällt nun hinten weiter in sich zusammen, sie wird immer dünner. Ihre Glieder hat sie teilweise nicht mehr unter Kontrolle, so dass sie öfter einknickt, auch beim Laufen. Sie zittert oft und muss von uns unterstützt werden.
Wir haben versucht die Epilepsie mit neuen Medikamenten in den Griff zu bekommen.
Sie bekam dadurch leider starke Krampfanfälle, so dass sie sich einkotete und ihre Blase nicht halten konnte. Es ging
ihr von Stunde zu Stunde immer schlechter. Nun bekommt sie nur noch die nötigsten Medikamente.
Wir sind in uns gegangen und haben uns schweren Herzensentschieden, dass nur noch ihre Lebensqualität
erhalten werden soll.
Sie soll nicht leiden und soll nur noch unsere Liebe spüren. Wenn sie sich entscheidet, ihre letzte große Reise anzutreten, werden wir bei ihr sein und zusammen warten. Sie soll nicht mit Schmerzen gehen. Sie soll glücklich und zufrieden ihren Weg gehen und für sich selber entscheiden und wir werden es akzeptieren.


† 09.04.2012
Ein funkelnder Stern
Wenn du bei Nacht denHimmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einemvon ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sternehaben, die lachen können.
Und wenn du dich getröstet hast, wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein.
Du wirst Lust haben,mit mir zu lachen.
Und du wirst manchmal dein Fenster öffnen...,
(Antoine de SaintExupéry)


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