Maggie, ehemalige Zuchthündin...


Maggies erster Ausflug ins Freie........nach 7 Jahren

"Festhalten was man nicht halten kann, begreifen wollen
was unbegreiflich ist, im Herzen tragen was ewig ist."
(Verfasser unbekannt)

Maggie unsere Golden-Retriever-Hündin kam mit geschätzen 7 Jahren als ausrangierte Zuchthündin zu uns.

Unsere süsse Angstmaus hatte in ihren ersten 7 Jahren in einem dunklen Schweinestall, ohne Tageslicht, ohne Auslauf, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt als Gebärmaschine dienen müssen. Ihre Aufgabe war es zwangsgedeckt zu werden, ihre Welpen großzuziehen und sie dann weggenommen zu bekommen.

Als Maggie bei uns einzog schien sie etwas ängstlich aber doch ein wenig freudig. Doch der Schein trübte. Jedes Geräusch, jeder Windstoß, jedwede Begegnung mit Auto´s etc. versetzten Maggie in Angst und Panik. Sie wollte vor jedem und allem flüchten. Herabfallende Blätter, Stühlerücken, Klackgeräusche, Autotüren oder Garagentore, alles einfach alles war Maggie fremd. Sie hatte weit abseits in einem dunklen, nassen Loch gelebt. Spaziergänge die wir dachten machen ihr Freude, versetzen sie in eine Art Schockzustand und sie bewegte sich nicht. Die ersten Wochen/Monate mussten wir sie viel Tragen oder im Auto an einen abgelegenen/ruhigen Platz transportieren, damit sie sich überhaupt lösen konnte. 7 Monate plagten Maggie Angstdurchfälle, da sie das Erlebte nicht verarbeiten konnte. Viele Tierarztbesuche musste Maggie über sich ergehen lassen, da wir Krankheiten des Magen/Darms ausschließen wollten. Da die Panik- bzw. Angstattacken nicht weniger wurden, stellten wir Maggie einer Tierheilpraktikerin vor, die eine Analyse über sie erstellte.

Ab da wussten wir, was Maggie wohl durchgemacht haben musste. Am Leben erhielt sie die ersten 7 Jahren ihr Mutterdasein. Welpen gebären, aufziehen und abgeben. Ansonsten hätte Maggie sich schon aufgegeben. Unsere Tierheilpraktikerin hatte durch die Haar-Analyse herausgefunden, dass Maggie Todesangst gehabt haben muss. Dadurch ihre Panik und Angst.

Wir haben sie mit Bachblüten therapiert, damit sie ihr altes Leben abstreifen konnte, ihr neuen Lebenswillen gegeben, Angstattacken reduziert und sind bis heute (nach 2 Jahren) immer noch in Behandlung.
Maggie hat starke Athrose, Spondylose, Rheuma, Ellenbogendysplasie. Eine Operation an dem rechten Ellenbogengelenk war unumgänglich. Durch das jahrelange Liegen auf kaltem/nassen Boden sind ihre Knochen sehr porös. Maggie kann ohne Schmerzmittel nicht leben.

Heute nach endlich zwei Jahren hat sie sich weitesgehend geöffnet, wälzt sich ab und an auf einer Wiese und freut sich ihres Lebens.

Maggie heute, sie kann etwas entspannen....

 

Engelchen-Maggie hat ihre Flügel ausgebreitet... † 2.November 2010

copyright © 2009 by Diana Sandmaier