Greta


"Nichts zeigt uns so sehr, woran wir hängen, wie die Trauer darüber, es verloren zu haben."
(Peter Amendt)

Greta, ihre Angst wurde ihr zum Verhängnis... Greta, für immer unvergessen...1999 - 2008

- Ihre Wirbesäule hing durch, wegen der vielen Welpen und schlechte Haltung beim Vermehrerzüchter
- Ihre Zitzen waren ausgeleiert und hingen herunter
- Einen Grützbeutel unterhalb der Rute, der kurz vorm platzen war
- Ihr Fell war glanzlos und voller Fellmilben
- Ihre Zähne waren so verfault, das sie unangenehm roch und sie hatte starke Schmerzen, das sie nicht in der Lage war zu fressen
- Ihr Seh und Hörvermögen war beeinträchtigt
- Als sie sich im Garten löste, kam nur schieres Blut, durch eine verschleppte Blasenentzündung
- Ohrenentzündung durch Milbenbefall
- Sie stank penedrant, so das sie sich sogar selber unwohl fühlte und unsere Hunde von ihr Abstand nahmen

Greta wurde, nachdem sie sich in der Pflegestelle erholte und medizinisch behandelt, vermittelt. Trotz allem zeigten sich immer noch Verhaltensauffälligkeiten, die nie verschwanden und ihr zum Verhängnis wurden und sie daran starb. Greta ist und bleibt für uns immer ein besonderer Hund und hat immer ein Platz in unserem Herzen.

Schauen sie sich Greta ganz genau an bevor sie sich für einen billigen Rassehund bei einem Vermehrer bzw. Massenzüchter entscheiden, denn Greta ist eine von so vielen Zuchthündinnen, die nur als Gebährmaschine missbraucht werden. Sie als potenzieller Käufer eines solchen Hundes tragen zum Leid dieser Zuchthündinnen bei !!!

Greta:
Als ich Greta bekam litt sie unter folgende Verhaltensauffälligkeiten:
Ausgeprägte generalisierte Ängstlichkeit ( Symtome: ausgeprägte Schreckhaftigkeit, Verweigerung von Nahrung oder Wasser, kein Ansatz von Kot und Urin, starke Fluchtreaktion z.B. offene Türen)

Ausgeprägte Furcht vor:

- Menschen (bis auf wenige vertraute Personen)
- Bestimmten Bewegungen auch vertrauter Menschen
- Autos
- Betreten von Gebäuden
- Futter (außer aus dem Napf)
- Bestimmten Gegenständen
- Enge (z.B. Flure, Durchgänge)

Diese Furcht zeigte sich durch intensives und andauerndes Fluchtverhalten ( incl. Springen vom Balkon und auf parkende Autos).Völlige Passivität (Einfrieren) von bis zu einer Minute Dauer, wenn Flucht nicht möglich, Ducken (z.B. bei herankommende Autos).
Greta litt unter Flashbacks solange ich sie kannte ( d.h. trotz allgemeiner Entspannung und abnehmender Furcht konnte irgendetwas für mich Unscheinbares, z.B. Stallgeruch, plötzlich wieder intensivve Furcht mit entsprechendem Verhalten auslösen.

So ist sie auch zu Tode gekommen. Ein solcher Flashback hat eine starke Fluchtreaktion ausgelöst. Greta ist stundenlang geflohen, hat sich im Wald verirrt und schließlich auf einer Landstrasse angefahren worden und verblutet.

Quelle: Maria Hense 2008