B E N (Benny)



Cooper- Die Geschichte eines Vermehrerwelpen

Mein Name ist Cooper, ich bin ein Sennenhundmischling und bin im Mai 2011 geboren worden. Wo genau das war weiß ich nicht mehr, ich erinnere mich nur das ich die„Welpenstube“ in Ascheberg- Herbern im August verlies. Ich war sehr glücklich ein zuhause gefunden zu haben, konnte kaum fassen welche Wärme und Geborgenheit mir gegeben wurde und freute mich auf mein neues Leben – bis dahin wusste ich nicht welches Leid ich noch erfahren sollte.

Mein Name ist Madeleine, ich bin die Besitzerin von Cooper, ich habe ihn damals aus der „Welpenstube“ in Ascheberg Herbern geholt. Mein kleiner Engel ist ein Vermehrerwelpe. Im August 2011 fuhr ich zur „Welpenstube“ in Ascheberg Herbern was mich erwarten würde wusste ich damals nicht, eine große Portion Unwissenheit und Naivität waren jedoch an Bord. An dieser Stelle würde sich schon jeder Tierschützer an den Kopf fassen und mindestens einmal laut fluchen. Ich kam an sah eine große Halle, die in kleine geflieste Bereiche unterteilt war, worin etliche kleine Hundewelpen verschiedener Rassen saßen, die teilweise in ihrem eigenen Kot standen. Nachdem ich mich umblickte stand für mich fest, den nimmst du mit! Ich war damals der Auffassung das er bei mir sicherlich viel besser aufgehoben – und das Mitleid tat sein übriges. Damals wurde nicht großartig gefragt wer ich bin oder was ich mit dem Hund vor hatte, ich unterschrieb den Kaufvertrag, übergab das Geld und in weniger als 15 Minuten war es mein Hund.

Ein paar Tage später fing alles an, zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht das mein kleiner Cooper - grade erst bei mir - an Parvovirose erkrankt war. In dem nächsten halben Jahr sollte ich zum Stammgast in der Tierklinik werden.

Die Zusammenfassung aus der tierärztlichen Bescheinigung ist das Cooper am 13. August erstmals mit Durchfall vorgestellt wurde, trotz Behandlung kamen noch viele weitere unschöne Symptome hinzu. Worte können hier jedoch nicht beschreiben was mein kleiner Welpe hier durch machen musste, abgeschlagen, apathisch, blutiger Durchfall – er ist von selber schließlich gar nicht mehr von selber aufgestanden. Das war der Abend als der Chefarzt der Klinik sich meinen kleinen anschaute und mir sagte, dass ich ihn vielleicht nicht wieder sehen werde weil er vielleicht nicht mal die Nacht übersteht. Für mich brach eine Welt zusammen, mein kleiner den ich doch in der kurzen Zeit ( 5 Tage!) schon so liebgewonnen hatte sollte bald nicht mehr bei mir sein? Unvorstellbar! Cooper wurde stationär aufgenommen und intensiv behandelt – dort war er wirklich in sehr guten Händen und wurde rund um die Uhr betreut. Zwei Wochen lang bangte ich jeden Tag, jede Stunde, Minute und Sekunde um das Leben meines Welpen. Ich fuhr jeden Tag in die 25 km entfernte Tierklinik um ihn für eine Stunde zu besuchen. Es war jedes mal ein herzzerreißender Anblick. So schwach und kraftlos war er, in jedem seiner kleinen Beine hatte er Braunülen, dennoch hatte ich das Gefühl im etwas von meiner Kraft abzugeben während ich bei ihm war.
Endlich kam der Tag an dem er mich mit einem kleinen Schwanzwedeln auf dem Arm der Tierarzthelferin begrüßte. Ich konnte mein Glück kaum fassen, er hatte tatsächlich mit seinem Schwänzchen gewedelt und das obwohl er selber noch nicht mal gut zu Fuß war. Die Tage vergingen und es ging Bergauf, für mich eine unendlich lange Zeit. Nach gut zwei Wochen durfte er schließlich zu mir nach Hause und musste nicht mehr 24 Stunden in der Klinik betreut werden. Das hieß jedoch nicht das jetzt wieder alles okay war, denn wir waren noch sehr oft in der Klinik. Er wurde weiterhin noch ambulant betreut, sein gesamter Magen/Darmtrakt war sehr in Mitleidenschaft gezogen worden ( für die die es nicht wissen Parvovirose ist eine Viruserkrankung, wahrscheinlich besser unter dem Namen „Katzenseuche“ bekannt die sehr hartnäckig, hoch ansteckend ist und in den meisten Fällen zum Tode führt, wobei immer ein blutiger Durchfall begleitet da die Darmepidermis angegriffen wird).
Spezielles Futter und unzählige Folgeerkrankungen begleiteten Cooper nach seiner Entlassung, die Liste ist hier sehr lang: Erkältungen, Durchfallerkrankungen, Magen/Darmproblemen einer Bindehautentzündung etc. (..)
Cooper hat die Parvovirose überstanden, auch die gesamten Folgeerkrankungen sein heutiger Gesundheitszustand ist trotz dieser langen Liste gut. Natürlich muss er ein spezielles Futter bekommen, zugeschnitten auf seinen immer noch empfindlichen Magen und Darm, bezüglich des Futters und bestimmter Leckereien hat er Einschränkungen, ist sonst aber ein sehr munteres Kerlchen.

Unsere Geschichte hat aber auch noch andere Facetten. Zum ersten Mal besuchte ich meine Anwältin nachdem die Entschädigungsleistungen des Besitzers der Welpenstube nach einmaliger Zahlung, ausblieben. Es folgten einige Wochen bzw Monate, alles ging seinen geregelten Gang vor Gericht und uns wurde das Recht zugesprochen. Alle Kosten des Tierarztes die sich auf einige Hunderte Euros beliefen wurden erstattet. Im nachhinein erhielt ich eine E-mail vom dem Herrn in der er verlauten ließ das ich ihm „negativ in Foren aufgefallen sei“, die Übersetzung hierzu ist ich habe unsere Geschichte erzählt, öffentlich erzählt das mein Hund an Parvovirose erkrankt ist und das ich ihn bei ihm gekauft habe. Das sei der Grund gewesen warum ich mein weiteres Geld nicht erhalten hatte.

Das zweite Mal besuchte ich meine Anwältin als ich eine ich würde sagen Schadensersatz und Unterlassungsklage im Briefkasten fand. Warum fragt ihr euch? Nach einem Jahr reagierte der Herr dem die Welpenstube gehört, der angeblich negativen Beiträge im WUFF -Forum ( und Haustiere forum). Die Sache führte zu nichts, denn wahrheitsgemäße Aussagen zu verleugnen ( für die es Beweise gibt siehe Email, Tierarztunterlagen und ärztliches Artest) ist nun mal meiner Meinung nach nicht von langer Wertigkeit. Das einzige was er mit einer Rüge seiner Anwälte erreicht hatte, war die Entfernung meiner Forenbeiträge, nun hier zu könnt ihr euch selbst ein Urteil bilden.

Hier könnten man nun denken, war es jetzt nicht alles, kann da wirklich noch mehr kommen? Ja! Denn ich sehe es als meine persönliche Aufgabe an Menschen in diesem Bereich aufzuklären. Hierbei wurde eine Reportage auf dem Hof in Ascheberg Herbern „gedreht“ wenn man es so nennen kann. Peta stürmte den Hof und veröffentlichte in Zusammenarbeit mit RTL2 einen Beitrag zum Thema „Welpenhandel in Deutschland“. In diesem Beitrag erzählt eine ehemalige Mitarbeiterin katastrophale Bedinnungen!

Da ich mit einen Worten nicht soviel sagen kann wie dieser Beitrag sagt, bitte ich euch schaut es euch selber an!

http://www.rtl2.de/rtl-ii-spezial-das-magazin/video/4523-tiere/16476-illegaler-welpenhandel/

Das Fazit: Eigentlich hat sich meiner Meinung nach nicht viel geändert! Es gab ein paar Auflagen des VET Amtes, verkauft werden die Welpen dort jedoch immer noch.

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