Cidonia


 

Hildesheim:

Mit einem schweren Fall von Tierquälerei muss sich der Tierschutzverein Hildesheim u. Umgebung e.V. momentan befassen.

In der Wohnung einer 28-jährigen Hildesheimerin haben Mitarbeiter des Tierschutzes am 01. Januar einen grausigen Fund gemacht. Sie fanden in einem Gitterkäfig mit der Grundfläche von 80 x 80 cm zwei völlig abgemagerte Fila-Brasileiro-Hündinnen. Daraufhin informierten sie sofort die Polizei, die auf dem Dachboden des Hauses noch einen, allerdings schon toten Hund der gleichen Rasse fand, bis zum Skelett abgemagert und schon mumifiziert.

Die beiden Hündinnen wurden sofort in eine Tierklinik gebracht, eines der Tiere war in so schlechtem Zustand, dass es nach zwei Tagen eingeschläfert werden musste. Ob die zweite Hündin überleben wird, ist noch ungewiss. Auch wenn das Tier bis jetzt leicht an Gewicht zugenommen hat, kann nach Auskunft der Tierärztin des Hildesheimer Tierschutzes noch jederzeit Organversagen eintreten.

Den Hinweis auf die vernachlässigten Tiere hat am 01.01.10 der Vater der Hundehalterin dem Tierschutzverein Hildesheim gegeben.

Die Hunde hatten weder Futter noch Wasser, sie mussten nach Aussage des behandelnden Tierarztes über einen Zeitraum von 6 bis 8 Wochen ohne Futter gewesen sein.
Das Gewicht einer Filahündin beträgt im Normalfall ca. 60 kg, die beiden Hündinnen wogen noch knapp 20 kg!

Nun stellt sich die Frage, warum die Eltern der Züchterin nicht früher reagiert haben, schließlich leben sie mit im selben Haus!
Die überlebende Hündin befindet sich jetzt, nachdem die medizinischen Maßnahmen abgeschlossen sind, in einer Pflegestelle, wo sie weiter aufgebaut wird.

Nun erwartet die Züchterin ein Verfahren wegen Tierquälerei!

Quelle: www.doggenschutz.de