Babesiose - „Hundemalaria“

Mehr als 2200 Fälle in Deutschland

Die durch Zecken übertragene, sehr gefährliche Babesiose (so genannte Hundemalaria) breitet sich immer schneller über fast ganz Deutschland aus. 1300 Tierarztpraxen meldeten in Deutschland für 2005 und in 2006 mehr als 2200 Fälle dieser extrem gefährlichen Hundekrankheit. knapp 900 erkrankte Hunde wurden aus dem Ausland eingeführt, etwa 500 waren auf einer Auslandsreise. Über 800 Hunde wurden direkt in Deutschland infiziert. Rechnet man diese Fälle auf alle deutschen Tierarztpraxen hoch, so dürfte die Zahl der jährlich an Babesiose erkrankten Hunde zwischen 3000 und 5000 liegen. Etwa jeder zehnte Hund starb trotz Behandlung.

Zecken übertragen Erreger auf ihre Brut
Anders als bei unserer heimischen Zecken Ixodes ricinus (Holzbock), die sich nur durch eine Blutmahlzeit mit den Erregern der Borreliose, FSME oder Anaplasmose infizieren kann, überträgt Dermacentor reticulatus (Auwaldzecke) die Erreger der Babesiose auch auf ihre Brut. Das heißt, alle 3000 bis 5000 Eier einer infizierten Auwaldzecke sind auch mit den Erregern der Babesiose infiziert. Hierdurch erfolgt die rapide Ausbreitung über immer neue Regionen, von den Alpen bis zur Nord- und Ostsee.

Die Babesiose ist in ihren Symptomen und dem Krankheitsverlauf der menschlichen Malaria sehr ähnlich, auch wenn die Überträger und Erreger unterschiedlich sind. Deshalb wird die Babesiose oft auch als „Hundemalaria“ bezeichnet. Sowohl bei der menschlichen Malaria als auch bei der Babesiose werden die roten Blutkörperchen von Parasiten befallen und zerstört. Blutarmut, hohes Fieber und Gelbsucht sind die Folge. Für unbehandelte und schwer erkrankte Hunde besteht Lebensgefahr.

Durch Zecken und Mücken übertragene Krankheiten

Borreliose, FSME und die Hunde-Anaplasmose werden durch unsere heimische Zecke Ixodes ricinus - auch Holzbock genannt - übertragen.

Borreliose
kann beim Hund Gelenksentzündungen mit wechselseitigem Hinken bewirken.

FSME-Viren
verursachen - anders als beim Menschen - beim Hund nur ganz selten Symptome. Beim Menschen wird eine Impfung empfohlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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